Schröpfen/Baunscheidt

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Schröpfen ist ein traditionelles Therapieverfahren, bei dem ein begrenztes Hautareal einem Unterdruck ausgesetzt wird. Es wird typischerweise in der Alternativmedizin eingesetzt und zählt dort zu den ausleitenden Verfahren. Es ist in der ganzen Alten Welt von je her bekannt. Eine Wirksamkeit ist jedoch nicht nachgewiesen.

Beim Schröpfen wird in sogenannten Schröpfgläsern oder Schröpfköpfen ein Unterdruck erzeugt. Diese Schröpfgläser werden direkt auf die Haut gesetzt. Der Unterdruck wird üblicherweise dadurch erreicht, dass die Luft im Schröpfkopf erhitzt und dieser sofort auf die Haut des Patienten gesetzt wird.

Die Lage der Schröpfstellen orientiert sich am Tastbefund, d. h. es wird im Bereich von Myogelosen (muskuläre Verhärtungen) geschröpft. Je nach Lage der Schröpfstellen soll über den Haut-Reflex ein inneres Organ beeinflusst werden. Die Zuordnung der Organe zu den Hautstellen ist durch die sog. Head-Zonen bekannt und lässt dadurch Rückschlüsse auf belastete innere Organe zu.

Lokal entsteht durch das Saugen beim Schröpfen ein Übertritt von Blut- und Lymphflüssigkeit aus den Gefäßen ins Gewebe und in der Folge zu einem Hämatom. Blutiges Schröpfen führt dadurch lokal zu einem Blutverlust und entgiftet lokal das Gewebe.

Das Baunscheidtieren (nach Carl Baunscheidt) ist ein oberflächliches Ritzen / Sticheln der Haut und anschließendes Einbringen eines Öls. Das Gerät zum Baunscheidtieren ist auch unter dem Namen “Lebenswecker” bekannt.